Die Welt ist bunt. Gott sei Dank.

Am Sonntag, 10. November, veranstaltete die Evangelische Jugend Untermain gemeinsam mit der KJA Regio Miltenberg die Aktion “Die Welt ist bunt. Gott sei Dank.” Eingeladen waren alle ab 14 Jahren ins Jugendhaus St. Kilian. Vor dem Hintergrund von 75 Jahren Reichspogromnacht ging es nicht in erster Linie um Gedenken. Im Mittelpunkt stand die Frage: Was kann ich heute gegen Rassismus, Fremdenfeindlichkeit, Intoleranz und Gewalt tun?

Die Einstimmung bildete eine Diskussion zur Bedeutsamkeit des Themas im Alltag, an der sich über die Fishbowl-Methode alle beteiligen konnten. Anschließend wurde es sehr persönlich und praktisch. In zwei Workshoprunden war Gelegenheit die eigene Haltung und entsprechende Reaktionsmöglichkeiten in den Blick zu nehmen. So stellte Stefan Adams aus Aschaffenburg Möglichkeiten vor, um gegen Diskriminierung an Schulen vorzugehen. Der Augustiner-Bruder Jürgen Heß zeigte mit einer Übung aus dem Betzavta-Programm, welche Wege man in Israel entwickelt hat, um demokratische Entscheidungsfindung zwischen Palästinensern und Israelis zu ermöglichen. Vertreter der Jugendorganisationen verschiedener politischer Parteien stellten demokratische Streitkultur dar und erläuterten den Kern politischen Handelns.

Selbstverständlich gab es auch kreative Möglichkeiten, sich dem Thema zu nähern. Eine Friedensplaylist wurde erstellt, Buttons konnte gestaltet werden und ein gemeinsames Banner zum Thema entstand. Dieses wurde anschließend auf den Engelplatz getragen, wo mit Gebet, Liedern und einer Kerzenaktion ein Abschluss im öffentlichen Raum stattfand. So endete diese Aktion für viele der gut 40 Beteiligten mit überraschenden Erkenntnissen über sich selbst und der Einsicht, dass Freiheit, Demokratie und Frieden einer ständigen Anstrengung bedürfen. Müht sich eine Gesellschaft nicht mehr um diese Errungenschaften, öffnet sie Willkür und Despotie die Tür.

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Bilder: Tobias Hage, Text: Martin Klein

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